Schwarzwald
Eine Woche im Bregenzer Wald/Vorarlberg hatten wir geplant mit einigen schönen Bergwanderungen. Doch der von zahlreichen “Experten” prognostizierte und von den Medien dankbar noch weiter hochstilisierte Höllensommer 2025 schlug gnadenlos zu. Niedrige Temperaturen, Regenfälle, ja bis zu 80 cm Neuschnee in den Alpen. Also haben wir die Möglichkeit des kostenfreien Stornos genutzt. Als etwas besseres Wetter absehbar wurde, entschieden wir uns spontan für einige Tage im Schwarzwald. Eine goldrichtige Entscheidung. Anreise der noch regnerische Dienstag, den wollten wir nutzen, um die Stadt Freiburg zu besuchen. Da nur leichter Regen angekündigt war, wäre das auch mit einem Schirm machbar gewesen. Doch auch diesmal wieder weit gefehlt: Es schüttete dermaßen, dass das Wasser auf der Straße stand. Kurz vor dem Parkhaus daher umentschieden und direkt nach Schonach zur Unterkunft gefahren. Um den Nachmittag nicht sinnlos verstreichen zu lassen, nutzen wir den eher bedeckten Tag, um die Triberger Wasserfälle zu fotografieren. Es ist überaus beeindruckend, das Wasser über mehr als 160 m in die Tiefe fallen zu sehen. Mit einigen guten Bildern im Gepäck kehrten wir in Schönwald zum Abendessen ein.
Am Mittwoch machten wir uns auf, um das Museum Vogtsbauernhof zu besuchen. Stunden haben wir dort verbracht, ohne dass ein Hauch Langeweile aufkam. Danach ging es weiter: Zunächst auf einen Zwischenstopp in die Dorotheen-Glashütte. Und dann in die Flößerstadt Schiltach. Wie die Kulisse aus einem Film präsentiert sich dieser wunderschöne Ort mit seinen Fachwerkhäusern. Überaus zufrieden landeten wir zum Abendessen auf dem Käppelehof. Ein tolles Gasthaus in einzigartiger Lage. Auf der Heimfahrt besuchten wir noch kurz die weltgrößte Kuckucksuhr.
Der Donnerstag führte uns zum Titisee – und dann zu Fuß drumherum. Im Anschluss war die Ravenna-Schlucht unser Ziel. Unter der imposanten Brücke stürzt auch ein Wasserfall in die Tiefe und auf einem kurzen Wanderweg erkundeten wir die Schlucht. Einen kurzen Abstecher auf dem Heimweg gemacht – und zack: standen wir an der Donauquelle. Genau gesagt, an der Breg-Quelle, die als Hauptquelle der Donau gilt und folgerichtig die Längenzählung des Flusses auch dort beginnt. Die Abendeinkehr an diesem Tag gönnten wir uns in Furtwangen.
Am Freitag holten wir uns ein wenig Bergfeeling: Es ging zu Fuß auf den Feldberg und auf dem Feldbergsteig drumherum. Garniert mit tollen Ausblicken und einer Einkehr in der Zastler Hütte. Definitv einen Besuch wert und eine tolle Rundwanderung. Der Nachmittag bot noch ausreichend Zeit für einen Besuch am Schluchsee. Dort gab es zur Belohnung für die Wanderung ein Eis und später auch gleich die obligatorische Abendeinkehr.
Das schöne Samstagswetter war nochmal ideal für eine Wanderung. Unsere Ziele waren der Hornbergblick und der Apfelfelsen. Wunderschöne Aussichtspunkte, der Weg dorthin aber eher “naja”: Wir waren meistens auf asphaltierten Wegen unterwegs. Nach einer kurzen Stärkung am Ende der Wanderung spazierten wir noch durch den malerischen Ort Gengenbach, bevor es dann unweit unserer Pension zur letzten Abendeinkehr der Reise ging. Der Abend war noch jung, die Luft lau: Perfekte Bedingungen, um noch eine Runde Minigolf zu spielen, bevor die letzte Nacht im Florianhof anstand.
Am Sonntag fuhren wir – nachdem wir der ersten weltgrößten Kuckucksuhr einen Kurzbesuch abgestattet haben – gemütlich nach Hause, stoppten in Neundorf auf ein Eis und verputzten zum Abendessen eine Pizza von meinem Freund Cemal aus der Pizzeria Helin.
Bilder gibt es – wie immer – auf meinem Flickr-Stream. Dort gibt es mehrere Galerien zum Schwarzwaldtrip.