Nicht nur Alice, auch mein Freund Jürgen und ich waren im Wunderland. Im Fränkischen Wunderland, einem seit Jahren stillgelegten Freizeitpark. Die Natur hat (sicher im Zusammenspiel mit einigen Menschen) über die Jahre einen interessanten Lost Place daraus geformt. Über die Kansas City Management GmbH von Birgit Hübner sind Fototouren in der einzigartigen Kulisse möglich.

Was uns erwartet, wussten wir nicht. Also sind wir völlig unvoreingenommen um 9 Uhr eingelassen worden. Die Begrüßung war ausgesprochen herzlich: Pferd, Ziege und Chefin persönlich haben uns in Empfang genommen. Los ging es in der Geisterstadt. Verfall an allen Orten. Offenbar aber auch Vandalismus (und Diebstahl) durch Besucher. Schade. Die Geisterstadt ist fotografisch etwas für a) Stativliebhaber oder b) High-ISO-Fetischisten. Ausdrücklicher Dank an Nikon für deren Kameras (nein: Foto-Maschinen!). ISO 10.000? Gääähn…

Im weiteren Verlauf gibt es noch endlos mehr: Saloon 1 & 2, Postoffice, Sheriff, Kirche, Indianerdorf usw. Ob drin oder draußen: Motive lauern an jeder Ecke. Ich bin mir sicher: Bei einem zweiten Besuch gäbe es wieder anderes zu entdecken. Abgerundet durch die Dinosaurier und den Märchenwald waren 6 Stunden wie im Flug vergangen.

Kritik? Ein bisschen: Das ein oder andere (sachfremde) Gerümpel ordentlich wegräumen bzw. entsorgen und manches einfach nur etwas strukturierter hinterlassen kostet wenig bis nichts und trägt im Endeffekt auch zum Erhalt bei. Insgesamt hat es uns aber sehr gut gefallen und wir fanden den Preis für die Möglichkeiten durchaus fair.

Eine Auswahl aus meinen entstandenen Bildern gibt es wie immer auf Flickr, dies ist der direkte Link.

Bei herrlichem Wetter startete unser Fotoworkshop am Morgen des 31.07.2021 im Wildpark Schloss Tambach. Organsiert durch die Coburger Fotoschule von Heiko Probst hatten sich vier Teilnehmer angemeldet.

Schnell zeigte sich, dass die Kenntnisse der Teilnehmer auf relativ gleichem Niveau lagen, so dass wir uns gezielt auf Tipps und Tricks und Rückfragen konzentieren konnten. Unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt, wenn man Spaß hat. Bei der Tierfotografie sind wir natürlich immer auf die Mitwirkung seiner Motive angewiesen. Nicht alle hatten Lust auf ein Shooting – aber viele.

Ausklang fand der Workshop im Biergarten des Parks. Die Manöverkritik fiel gottseidank gnädig aus. Vielen Dank, ihr wart starke Teilnehmer. Viel Spaß auch weiterhin bei eurem tollen Hobby. Ein paar Fotos – und natürlich auch Making-Ofs – seht ihr hier in der Galerie am Ende des Beitrags.

Ihr habt auch Mal Lust auf Fotos im Wildpark? Meldet euch einfach bei Heiko oder mir.

Es war kein Urlaub wie wir ihn gewohnt sind. Wir waren mit den Patenkindern in Italien. Vorweg: Es hat hat unheimlich viel Spaß gemacht. Unbeschwert planschen, spielen, genießen. Die Italiener sind recht entspannt im Umgang mit Corona, nur wenige Einschränkungen galten.

Der kleine Touristenort Caorle an der oberen Adria ist ideal. Toller Strand, flacher Zugang zum Meer, prima Infrastruktur und ein Ort, der sich trotz Tourismus viel Charme bewahrt hat. Und dieser Charme macht ihn auch unheimlich fotogen. Natürlich fand ich ein wenig Zeit, um die mediterranen Farben einzufangen und so ein wenig Lebensgefühl zu konservieren.

Wenn man schon in der Nähe ist, besucht man natürlich auch Venedig. Selbst wenn ich schon unzählige Male dort war: Es ist und bleibt “La Serenissima”. Vor allem zu einer Zeit, in der selbst der Markusplatz und die Rialtobrücke äußerst überschaubar besucht sind.

Die Resultate der Fotomöglichkeiten sind wie immer auf Flickr zu finden. Direkt zu den Fotos aus Caorle und Venedig kommt ihr nach Klick auf die Ortsnamen.

Wo geht man hin, wenn man eigentlich nirgends hingehen kann? Also zumindest nicht so, wie gewohnt. Gottseidank kenne ich einige tolle Fotoreviere. Die nebenbei noch den großen Vorteil haben, dass man dort nahezu niemandem begegnet.

Doch selbst in der näheren Umgebung trifft mich die völlig sinnbefreite Ausgangssperre schwer. Um 5 Uhr wegfahren ist für manches Ziel zur aufgehenden Sonne zu spät. Noch härter beim Sonnenuntergang. Wollte ich den ausnutzen, käme ich niemals rechtzeitig vor 22 Uhr zurück. Zudem: In welchem Landkreis gilt denn gerade was!?!?! Im ganzen Frust bleibt mir nur der positive Gedanke, etwas wirklich gutes für die Gesellschaft getan zu haben: Ich konnte zwischen 22 und 5 Uhr weder allein draußen in Wald und Flur, noch allein in meinem Auto jemanden anstecken…

Ich war an mehreren Tagen unterwegs, jedesmal nahe am Wasser (Fluss, See). Immer dabei: Lange Telebrennweiten und das Einbeinstativ. Wie immer findet ihr die neuesten Fotos direkt in meiner Flickr-Galerie. Schaut rein!

Weihnachten steht vor der Tür. Das Jahr geht zu Ende. Gottseidank möchte man heuer sagen. Wobei: Das kommende Jahr bringt wohl wenig Aussicht auf Besserung. Nein, wir wollen an dieser Stelle nicht auch dem alles behrrschenden Thema erliegen.

Gezeigt hat das endende Jahr, dass die Fotografie ein ruhender Pol sein kann – wenn man sich darauf einlässt. Und dann ermöglicht sie es einem, für einen Moment anzuhalten und auszusteigen. Es zählt nur der Moment, nichts anderes ist wichtig. Und genau das ist es, was uns allen in diesen Zeiten gut tut. Solche „Inseln“ im Alltag sind wertvoll. Jeder Mensch braucht sie. Sie sind bedeutsam für unsere Gesundheit, geistig wie auch körperlich.

Wir wünschen Euch allen besinnliche Adventstage, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute – vor allem Gesundheit – im neuen Jahr.

Update: Terminänderung auf 31.07.2021

Noch sind Restplätze verfügbar. Wer gerne mit uns unterwegs sein und sich Tipps & Tricks holen möchte, der ist herzlich willkommen (Buchungsmöglichkeit siehe unten). Wir sind für alle Eure Fragen da und verbringen einen erlebnisreichen Vormittag.

Bitte denkt dran: FFP2-Maske einpacken (nur im Eingangsbereich, am Kiosk und den WCs nötig!). Es ist eine Besucherregistrierung erforderlich. Entweder die Luca-App vor Ort nutzen oder vorab das Formular von der Webseite des Wildparks herunterladen und ausgefüllt zum Workshop mitbringen.

Bei Fragen gerne bei Heiko oder mir melden!


Im August habe ich hier die von Heiko Probst ins Leben gerufene “Coburger Fotoschule” vorgestellt. Ich darf als Referent zum Thema Tierfotografie mit von der Partie sein.

Mittlerweile steht der erste Termin fest: Am Samstag, 29.05.2021 um 8:00 Uhr, bieten wir einen Fotowalk im traumhaften Wildpark Schloss Tambach an. Eure Teilnahme könnt ihr direkt auf der Seite der Coburger Fotoschule buchen. Neben vielen Tipps und Wissen kommt der Spaß natürlich nicht zu kurz und überdies unterstützt ihr diesen tollen Wildpark in unserer Region.

Wartet nicht zu lange, die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um euch ein optimales Erlebnis zu bieten.

Es geht euch erst um die Basics? Kein Problem, auch hier bietet euch die Coburger Fotoschule alles was ihr braucht. Und natürlich noch mehr. Schaut rein!

Aus einer Idee wurde Wirklichkeit. Für das Jahr 2021 durften wir einen Kalender für den WildPark Schloss Tambach erstellen. Wir freuen uns unheimlich über das in uns gesetzte Vertrauen.

Wir hoffen, der Kalender kommt gut an und wird restlos verkauft. Lediglich 10,00 EUR kostet ein Kalender im Format DIN A4. Zu haben vor Ort oder auch im Online-Shop des Wildparks.

Wir freuen uns sehr, wenn ihr kräftig zugreift und Eure Wände 2021 mit dem Kalender verschönert.

Hier könnt ihr einen Blick hineinwerfen:

Vor einigen Jahren hat die Fa. Adobe für ihre Software das Abo-Modell eingeführt. Ein großer Aufschrei vor allem bei Hobbynutzern folgte. Und als logische Konsequenz die Suche nach Alternativen.

Für viele eine probate Antwort lieferte Skylum mit der Software Luminar. Zuletzt in der Version 4 ist das Programm eher lahm und ressourcenfressend. Abhilfe kommt hier nicht mehr, es gibt nur noch ein Jahr lang Unterstützung, dann ist zugunsten der Version AI Schluss. Version AI? AI wie “Artificial Intelligence” – also künstliche Intelligenz. Wurde ich bisher kein Fan von Luminar – werde ich es bei dieser Marketingstrategie erst recht nicht mehr. Und ist vielleicht die Vorstellung von Luminar X der Vorbote eines späteren Abomodells?

Was dürfen wir von AI erwarten? Im Moment klingt es für mich nach einer weitgehenden Verlagerung in Richtung künstlicher Intelligenz. Also: Die Software analysiert mein Foto und verändert es dann nach einem Algorithmus. Sicher hinkt mein Vergleich, kein Zweifel. Aber haben wir uns nicht immer gegen JPEG gewehrt, weil wir die Bilder nicht einem Algorithmus preisgeben wollten? Jetzt fotografieren wir also in RAW und überlassen die Entwicklung einer sog. “künstlichen Intelligenz”? Tatsächlich? Wollen wir das? Warten wir ab, was die neue Verion AI bieten wird.

Für mich wird zunächst der Weg weiterhin nicht von Adobe wegführen.

Neben den etablierten Objektiv-Herstellern drängen verstärkt neue Anbieter auf den Markt. Auch in Europa. Dabei werden durchaus auch Nischen bedient, die von den klassischen Herstellern nicht gefüllt werden. Dazu gehört sicherlich auch das Laowa 25 mm Super Macro 2,5 – 5x f 2.8. Die Linse wird manuell scharf gestellt und auch die Blende wird manuell gewählt. Die Möglichkeiten und der faire Preis haben mich gereizt und schließlich habe ich zugeschlagen.

Die Optik kommt sehr gut und wertig verpackt an. Übrigens auch unheimlich schnell durch den Brenner Fotoversand. Das auspacken bestätigt die wertige Verpackung: Die ganze Linse macht einen hochwertigen Eindruck. Das Metallgehäuse beeindruckt, die Haptik ist tadellos. Selbst die Frontabdeckung ist aus Metall. Die Bedienelemente lassen sich hervorragend einstellen.

Für mich war es das erste Mal, bei dem ich mich mit dem Fokus-Stacking beschäftigen musste. Selbstverständlich ist bei so einer exotischen Linse der Schärfebereich minimal und ohne Fokus-Stacking lassen sich nur begrenzt ansprechende Bilder erstellen. Um nicht von Anfang an Geld für Spezialsoftware auszugeben, nutzte ich das ohenhin vorhandene Affinity Photo zum Stacking. Und das funktionierte ganz ausgezeichnet.

Die Kamera positionierte ich auf einem kleinen Stativ mit einem Novoflex-Einstellschlitten, mein Objekt (Todfund einer Spinne) gegenüber auf einem Ministativ. Die Ausleuchtung kam von einer kleinen Schreibtischlampe. Mir ging es dabei ausschließlich um eine erste Annäherung an das Thema ohne große Qualitätsansprüche. Selbstverständlich ist das Ergebnis noch äußerst ausbaufähig, aber ich nehme für mich persönlich bereits einige Erkenntnisse mit: Ich brauche nächstes Mal mehr Zeit, mehr Licht, mehr Einzelaufnahmen und noch weniger Erschütterungen. Und: Es hat Spaß gemacht. Freilich werde ich mich künftig nicht auf diese Art der Fotografie verlegen – aber es wird eine spannende Ergänzung.

Heiko Probst, ein hervorragender Fotograf aus der Region, hat sich insbesondere durch beeindruckende Architekturfotos einen Namen gemacht. Er hat kürzlich die Fotoschule Coburg gegründet. Oft fällt es besonders Einsteigern, aber auch erfahreneren Fotografen, die überwiegend die Automatikfunktionen nutzen, schwer, das Potential ihrer Kamera auszunutzen. Die Bildergebnisse bringen nicht den erhofften Aha-Effekt.

Hier setzt das Konzept von Heiko an. Die vielen kleinen Details in der Bedienung der Kamera, Nuancen im Licht sehen, Posen von Models, die Nachbearbeitung. All diese Themen können in Einzelcoachings erlernt werden. Es gibt viel Gelegenheit, selbst Fotos zu machen und Heiko  gibt dazu Tipps und Tricks, die wirklch weiterbringen. Dabei bleibt er stets beim Praxisbezug und Alltag. Nach einem Workshop wird vieles in anderem Licht erscheinen als vorher (im wahrsten Sinne des Wortes).

Für einzelne Themen wird Heikos Angebot durch Referenten abgerundet. Ich freue mich, für das Thema Tierfotografie mein Wissen weitergeben zu können. Schaut auf Heikos Seite vorbei – die Investition in den ein oder anderen Workshop ist mehr Wert als so manches Zubehörteil für die Kamera 😉