Neben den etablierten Objektiv-Herstellern drängen verstärkt neue Anbieter auf den Markt. Auch in Europa. Dabei werden durchaus auch Nischen bedient, die von den klassischen Herstellern nicht gefüllt werden. Dazu gehört sicherlich auch das Laowa 25 mm Super Macro 2,5 – 5x f 2.8. Die Linse wird manuell scharf gestellt und auch die Blende wird manuell gewählt. Die Möglichkeiten und der faire Preis haben mich gereizt und schließlich habe ich zugeschlagen.

Die Optik kommt sehr gut und wertig verpackt an. Übrigens auch unheimlich schnell durch den Brenner Fotoversand. Das auspacken bestätigt die wertige Verpackung: Die ganze Linse macht einen hochwertigen Eindruck. Das Metallgehäuse beeindruckt, die Haptik ist tadellos. Selbst die Frontabdeckung ist aus Metall. Die Bedienelemente lassen sich hervorragend einstellen.

Für mich war es das erste Mal, bei dem ich mich mit dem Fokus-Stacking beschäftigen musste. Selbstverständlich ist bei so einer exotischen Linse der Schärfebereich minimal und ohne Fokus-Stacking lassen sich nur begrenzt ansprechende Bilder erstellen. Um nicht von Anfang an Geld für Spezialsoftware auszugeben, nutzte ich das ohenhin vorhandene Affinity Photo zum Stacking. Und das funktionierte ganz ausgezeichnet.

Die Kamera positionierte ich auf einem kleinen Stativ mit einem Novoflex-Einstellschlitten, mein Objekt (Todfund einer Spinne) gegenüber auf einem Ministativ. Die Ausleuchtung kam von einer kleinen Schreibtischlampe. Mir ging es dabei ausschließlich um eine erste Annäherung an das Thema ohne große Qualitätsansprüche. Selbstverständlich ist das Ergebnis noch äußerst ausbaufähig, aber ich nehme für mich persönlich bereits einige Erkenntnisse mit: Ich brauche nächstes Mal mehr Zeit, mehr Licht, mehr Einzelaufnahmen und noch weniger Erschütterungen. Und: Es hat Spaß gemacht. Freilich werde ich mich künftig nicht auf diese Art der Fotografie verlegen – aber es wird eine spannende Ergänzung.

Heiko Probst, ein hervorragender Fotograf aus der Region, hat sich insbesondere durch beeindruckende Architekturfotos einen Namen gemacht. Er hat kürzlich die Fotoschule Coburg gegründet. Oft fällt es besonders Einsteigern, aber auch erfahreneren Fotografen, die überwiegend die Automatikfunktionen nutzen, schwer, das Potential ihrer Kamera auszunutzen. Die Bildergebnisse bringen nicht den erhofften Aha-Effekt.

Hier setzt das Konzept von Heiko an. Die vielen kleinen Details in der Bedienung der Kamera, Nuancen im Licht sehen, Posen von Models, die Nachbearbeitung. All diese Themen können in Einzelcoachings erlernt werden. Es gibt viel Gelegenheit, selbst Fotos zu machen und Heiko  gibt dazu Tipps und Tricks, die wirklch weiterbringen. Dabei bleibt er stets beim Praxisbezug und Alltag. Nach einem Workshop wird vieles in anderem Licht erscheinen als vorher (im wahrsten Sinne des Wortes).

Für einzelne Themen wird Heikos Angebot durch Referenten abgerundet. Ich freue mich, für das Thema Tierfotografie mein Wissen weitergeben zu können. Schaut auf Heikos Seite vorbei – die Investition in den ein oder anderen Workshop ist mehr Wert als so manches Zubehörteil für die Kamera 😉

Hallo liebe Freunde,

ich hoffe, dass alle von Euch mitsamt Eurer Familien wohlauf sind. Das ist dieser Tage sicher das wichtigste überhaupt.

Natürlich trifft die aktuelle Situation auch meinen geliebten Wildpark Schloss Tambach. Vlt. liegt der herrliche Park ja dem ein oder anderen ebenso wie mir am Herzen und er möchte etwas tun. Jahreskarte, Tierpatenschaft. Es gibt Möglichkeiten, ggf. auch durch “Zusammenlegen” mit mehreren Förderern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Tierpatenschaft zu übernehmen.

Es ist wie mit vielem im Leben: Man vermisst etwas all zu oft erst dann, wenn es weg ist – wie auch Freiheit zum Beispiel…

Viele Grüße, gebt auf euch acht und bleibt gesund, auf dass wir uns bald einmal wiedersehen!

 


Hier noch die Info des Wildparks vom 28.03.2020:

Corona hat alle Menschen, Kinder, Rentner und auch mein Alter sowie Betriebe fest im Griff. Gesundheitlich sind wir alle betroffen, finanziell die meisten.

Wir wollen nicht jammern, es ist für uns alle nicht einfach, auch nicht für diesen Park. Unsere Kosten laufen weiter, unsere Tiere interessieren sich nicht für Corona- sie genießen die warmen Tage und freuen sich, dass unsere Tierpfleger sich um sie kümmern, ganz so wie immer. Allen Tieren geht es gut. Der Park ist jetzt herrlich, die Kirschblüte steht kurz bevor und unsere 50.000 Narzissen erblühen jetzt nach und nach. Wie schade, dass sie es jetzt nicht genießen können.

Der WildPark gehörte zu den Betrieben, die in Bayern als erstes geschlossen wurden. Im Gegensatz zu allen kommunalen Tierparks und Zoo s ersetzt uns niemand den finanziellen Ausfall. Bei kommunalen Parks und Zoos werden die Steuergelder die Finanzierungslücke schließen. Wir und damit meine ich unsere Tiere und alle Mitarbeiter leben ausschließlich von den Eintrittsgeldern und unserem Biergarten.

Also was tun? Ca. 350 Tiere haben Hunger sowie unsere Mitarbeiter auch. Wir können kein „Essen auf Abholung“ oder ähnliches anbieten, wir sind auf Gedeih und Verderb auf Ihren Besuch angewiesen. Ab 1.April werden unsere Mitarbeiter Kurzarbeit machen. Wir sind sehr stolz auf sie, dass sie alle solidarisch mit dem Betrieb sind und wir eine so gute, kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit pflegen.

Darüber hinaus können wir nur hoffen, dass die Zeit der Aufenthaltsbeschränkung bald vorbei ist und dass wir alle gesund bleiben. Wir hoffen, dass wir – wie viele andere Betriebe auch- diese Zeit finanziell durchhalten können, unsere Mitarbeiter nicht entlassen und am Ende doch schließen müssen.

Wenn Sie aber etwas für uns tun wollen, dann können Sie uns mit einer Tierpatenschaft unterstützen. Die Unterlagen finden Sie auf unserer Website unter der Rubrik Tiere.

Wir wünschen Ihnen allen ein zufriedenes Wochenende. Bleiben Sie gesund. Bei all den Widrigkeiten und Beschränkungen ist doch unser aller Gesundheit das Wichtigste.

Ihre
Annette Gräfin zu Ortenburg
Ihr WildPark Schloss Tambach

 

15.05.2020 – Genug gesagt. Ich bin es weitgehend leid. Von den ersten, die die Beschränkungen uneingeschränkt willkommen hießen, lese ich in sozialen Netzwerken plötzlich Sätze wie “ich habe damals schon gesagt”. Quatsch! Damals habt ihr gar nichts gesagt, sondern sogar angedroht, Freundschaften zu kündigen, wenn man eine andere Meinung vertrat! Man wird – teils durch die Blume – als eine Minderheit Spinner angesehen, wenn man sich eigene Gedanken macht. Komischerweise war bei der Machtergreifung der Nazis die sich dagegenstemmende Minderheit keine Spinner? Nein, es gibt schon einen deutlichen Unterschied zwischen Verschwörungstheoretikern und Menschen wie mir, die sich eine eigene Meinung, zusammengetragen aus zahlreichen Quellen, erlauben. Allerdings ist es einfacher, andersdenkende in eine Schubalde zu stecken. Und erst die Weigerung, sich auch mit kritischen Stimmen einer Minderheit auseinanderzusetzen, öffnet doch Verschwörungstheoretikern Tür und Tor. Nicht nur in Sachen Corona übrigens…

Natürlich ist man hinterher immer schlauer. Deswegen war die Entscheidung von Markus Söder, zunächst strikt und schnell zu handeln, auch völlig richtig. Das habe ich damals gesagt und das meine ich auch heute noch. Aber ich habe bereits frühzeitig gesagt (sh. meine früheren Texte unten): Suhlt euch nicht in neuen Machtmechanismen und denkt euch weitere Beschränkungen aus, sondern macht euch vielmehr Gedanken über eine vernünftige Strategie zurück zum normalen Leben. So wie es Herr Aiwanger schon lange wollte. Das war weitsichtig.

In meinen Augen die schwächste Leistung haben die Medien gezeigt. Nichts zu spüren von investigativem Geist. Ein paar einzelne haben vorsichtig in eine andere Richtung berichtet und hinterfragt. Viel lieber hat man aus jeder Mücke einen Elefanten gemacht. Wohl wissend, dass eine breite Masse nur Überschriften liest. Sie sollten sich schämen!

Ab 18.05.2020 darf die Gastronomie in Bayern langsam wieder öffnen. Hat sich jemand Mal die Mühe gemacht, die Verordnung dazu zu lesen? Vermutlich nicht. Dabei ist das durchaus interessant. Wie soll das ein einfaches Wirtshaus auf dem Dorf umsetzen? Wie fühlen sich die Gäste dabei? Vermutlich eher wie bei einem Termin zur Magenspiegelung als zum gemütlichen Abendessen… Mahlzeit!


02.05.2020 – Heute spare ich mir eigene Worte. Denn mittlerweile gibt es zahlreiche (sachlich!) kritische Stimmen auf verschiedensten Lagern. Wie diese von Dirk Maxeiner mit dem Titel “Covid-19: Die Angst vor der Bilanz”. Sehr lesenwert.


16.04.2020 – Verrückt. Noch immer keine nennenswerten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen (nette Wortschöpfung). Das allein ist aber gar nicht das verrückte. Sondern vielmehr die schiere Masse an Menschen, die das völlig gleichgültig hinnimmt. Oder noch krasser: Vehement (mehr) einfordert. Verbunden mit dem Wunsch nach noch härteren Strafen.

Da viele es mit dem eigenständigen Denken heute nicht mehr so haben, hier nochmal: Ich verstehe den Hintergrund. Ich verstehe den überwiegenden Teil der Maßnahmen. Doch welches Gesetz soll ernsthaft dafür herhalten, dass ich nicht ALLEINE ohne triftigen Grund das Haus verlassen darf, um dann ALLEINE einer Freizeitaktivität nachzugehen (für die ganz Schlauen: es gibt noch andere Dinge als Spaziergänge und Sport, überraschenderweise nämlich z. B. Fotografieren. Ich hoffe, auf einer Hobby-Fotografenseite wundert sich keiner darüber). Ein solcher Erlass kann in meinen Augen nach so langer Dauer nicht (mehr) rechtskonform sein. Schon gleich gar nicht, wenn über das „Wenn und Wehe“ die einfache Exekutive entscheiden darf. Und das soll exemplarisch nur ein Beispiel sein für andere Merkwürdigkeiten.

Sprachlos hinterlassen mich auch all diejenigen Menschen, die jetzt die Rolle eines „IM“ übernehmen und eilfertig jede mögliche Missetat bei den Behörden denunzieren. Kein Wunder also auch, wenn mindestens jeder zweite sich freiwillig per App verfolgen und ausspionieren lassen will. Da ziehen auch die ganzen vergleiche zu Google und Facebook nicht.

Ich habe mir den ein oder anderen Screenshot in sozialen Medien angefertigt. Nach überstandener Krise werde ich den dann bei passenden Gelegenheiten unters Volk bringen. Nämlich dann, wenn man sich wieder Mal aufregt über irgendwelche Maßnahmen der Regierung oder der Exekutive. Ich erinnere bereits heute daran, welche Wellen es in sozialen Medien schlägt, wenn über Polizeieinsätze berichtet wird, in denen es um das Rauchen eines Joints geht, um das Fahren eines jugendlichen mit einem E-Roller ohne Erlaubnis, um das strikte ahnden von Halt- und Parkverstößen.


02./03.04.2020 – Wer dieser Tage wachen Geistes ist, der kann nicht einfach die getroffenen Maßnahmen uneingeschränkt (!) mit donnerndem Applaus begrüßen. Helmut Schmidt: „In der Krise beweist sich der Charakter.“

Erste Journalisten beginnen Ihrer Aufgabe gerecht zu werden und nicht nur als tumbes Verkündungs-Organ zu fungieren:

inFranken.de, Gero Schmitt-Sausen: “Der Klügere bessert nach”

Der Spiegel, Rene Schlott: „Rendezvous mit dem Polizeistaat“

Die Zeit, Kai Biermann: „Überwachung?“

Monitor, Georg Restle: „Grundrechte“ (Video)

Ebenfalls beachtenswert:

Prof. Sucharit Bhakdi:  Offener Brief an die Bundeskanzlerin (Video)


31.03.2020 – Da ist sie. Die von vielen herbeigesehnte Verlängerung der Ausgangsbeschränkung. Bis 19.04.2020. Zunächst. Ich wiederhole: Das Virus ist danach ja nicht urplötzlich verschwunden.

Ich betone an dieser Stelle auch nochmals: Ich verstehe den Hintergrund der Beschränkungen. Ich trage das ganze mit. Tatsächlich finde ich es aber immer beängstigender, wie sehr sich die überwiegende Zahl der Menschen ganz offenbar nach einer starken Hand sehnt, die ihr detailliert vorschreibt, wie sie sich zu verhalten hat. Einen (vermeintlich) guten Grund dazu, und schon wird klaglos alles abgenickt. Andersdenkende, Menschen die hinterfragen, werden scharf attackiert.

Ebenso finde ich befremdlich, dass derzeit quasi der Polizeiapparat die Gewalt über das Volk hat. Das ist womöglich nicht (allein) seine Schuld, da die Verfügungen schlichtweg zu schwammig formuliert sind. Und genau deswegen wundere ich mich, wie aufgeklärte Menschen einfach freudestrahlend alle Maßnahmen mit offenen Armen empfangen.

Allein auf einer Parkbank sitzen und ein Eis/Wurstbrötchen oder was auch immer essen. Warum soll ich das nicht dürfen? Zwei Kinder und deren Eltern sitzen auf einer Decke auf einer Wiese und essen selbst mitgebrachtes Obst. Was ist daran schlimm? Sich ins Auto setzen, sein über eine Stunde entferntes Ziel ansteuern und dort z. B. alleine wandern oder fotografieren. Warum nicht? In keinem dieser Fälle wird irgendein Dritter beeinträchtigt. Und dennoch soll es nicht gestattet sein. Und würde wohl auch geahndet. In Bayern ab 150,00 EUR. Und die Masse des Volkes klatscht für solchen Widersinn auch noch Beifall.

Übrigens ist es schön zu sehen, dass sich auch andere durchaus noch ähnliche Gedanken machen, wie z. B. Kai Biermann in der „Zeit – online“.


30.03.2020 – Die wirtschaftlichen Folgen von Corona sind nicht zu überblicken. Der Staat hat milliardenschwere Rettungspakete geschnürt. Wer bezahlt das alles?

Der wirtschaftliche Ruin zahlreicher Firmen wird gleichzeitig der wirtschaftliche Ruin zahlreicher Menschen sein. Und damit leider oft auch der gesellschaftlich-soziale. Der Ruf nach baldigen Lockerungen in den Beschränkungen ist also gar nicht so exklusiv auf „die Wirtschaft“ ausgelegt, wie man auf den ersten Blick meinen könnte.

Unsere Vorgenerationen haben unzählige Errungenschaften erkämpft, von denen wir heute im Arbeitsleben profitieren. Jahrzehnte haben sie dafür gekämpft. Es ist daher mit äußerster Vorsicht zu agieren, wenn es nun darum gehen wird, so manches davon über Bord zu werfen. All zu leicht kann man nun die Krise vorschieben, um Arbeitszeiten zu verlängern, Urlaube zu kürzen, Feiertage zu streichen oder andere Schutzmechanismen auszuhebeln. Über Bord geworfen sind sie schnell – zurück kommen Sie nur schwer (oder eher gar nicht).

Der Trend zur Abschmelzung solcher Arbeitnehmerschutzmaßnahmen war ja schon vor Corona erkennbar. Nun könnten die Dämme brechen.

Seid wachsam, lasst euch kein X für ein U vormachen. Seid nicht so blauäugig und klatscht noch Beifall, wenn man euch etwas nehmen möchte (wie ihr es bereits bei eurer Freiheit getan habt).

Es wird nicht lange dauern, und die Wirtschaftsbosse werden sich wieder üppige Gehälter und Boni gönnen. Die Gier der Aktionäre wird mit satten Dividenden befriedigt. Die Zeche zahlen wir: Die ohnehin bereits bis aufs Blut ausgesaugte Mittelschicht.

Diese ist indes in großen Teilen im vorauseilenden Gehorsam weiter eifrig damit beschäftigt, sich gegenseitig zu denunzieren. Die Vernunftpanik zieht immer größere Kreise. Positive Gedanken oder gar irgendwelche Planungen für die Zeit nach Corona werden insbesondere in den sozialen (ha-ha) Medien aufs Heftigste gegeißelt. Man wartet jeden Moment auf den wütenden Mob, der über den armen Kerl herfällt der es sich erdreistet, an künftige Urlaube zu denken.

”Sagt gerade ein Virologe im Fernsehen: “Die beste Waffe im Krieg gegen das Coronavirus ist der gesunde Menschenverstand!” Wir sind verloren! Die meisten von uns sind unbewaffnet!“


27.03.2020 – Eine Woche Ausgangsbeschränkung neigt sich dem Ende zu. Herr Aiwanger hat das einzig richtige getan: Er hat Hoffnung gestreut. Hoffnung auf eine baldige Lockerung der Beschränkungen. Das Virus besiegen wir eben nicht, indem wir nur zuhause rumhocken. Eine kontrollierte Lockerung, in der Massenveranstaltungen in einer gewissen Größenordnung weiter ausgesetzt bleiben und auch die ein oder andere Beschränkung fortbesteht.

Ich wiederhole mich gerne: Das Virus ist nicht weg, wenn 2 Wochen zu Hause rum sind. Oder 4. Oder mehr. Das ist kein böser Traum, der nach dem Erwachen weg ist. Dieses Virus wird unter uns Leben. Für den Rest der Erdgeschichte. Wie zahlreiche andere bisher auch schon, siehe RKI.

Mehr und mehr beginnen mich die Menschen deutlich stärker zu beunruhigen als das Virus. Ist ein Großteil des Volkes wirklich schon so weit, dass es freiwillig jegliche Freiheit klaglos abgibt und auf weitere Rechte verzichtet? Ja, sogar danach verlangt! Menschen, die über Urlaube, Feste und andere Aktivitäten später im Jahr sprechen, werden offen angegriffen. Wie könne man jetzt nur an so etwas denken! In dieser Situation. Es sterben Menschen.

Ich mag niemandem Illusionen rauben: Aber auch vor Corona sind Menschen gestorben. Tag für Tag. Durch unzählige Einflüsse. Und nur, weil im Moment eine Corona-Pandemie herrscht, darf sich niemand positive Gedanken um die Zukunft machen? Muss sich jetzt jeder daheim in einen Raum setzen und still sein? Dumpf vor sich hinstieren?

Nein, verdammt! Gerade jetzt brauchen wir Menschen, die nach vorne blicken. Die zu Recht noch etwas von ihrem Leben erwarten. Bis sie sterben. Denn das tun sie. Irgendwann. So wie wir alle.


24.03.2020 – Ein neues Virus breitet sich von China ausgehend über die Welt aus. Das Corona-Virus. Ganz neu ist es indes nicht. Die Familie der Corona-Viren ist durchaus seit vielen Jahre bekannt. Neu ist der Spross Sars-CoV-2, der die Lungenerkrankung Covid-19 hervorruft.

Hervorgerufen wurden auch die Stimmen aus dem Volk, die eine Ausgangssperre forderten. Und es kam zumindest eine Ausgangsbeschränkung.

Seit dem 21.03.2020 gilt sie, zunächst für 14 Tage. Sie soll die Ansteckungskurve abflachen und schwächere Glieder in der Infektionskette schützen. Ich verstehe den Hintergrund, ich trage ihn mit.

Nun bleibt mir die Frage der Logik: Was ist nach den 14 Tagen? Alles wie bisher? Wohl kaum. Aber wie lange lässt sich das Volk weitgehend in seiner Bewegung einschränken. Selbst die, die zuerst „einsperren“ gerufen haben (sehr bemerkenswert bei einem so freiheits-, demokratie- und reiseliebenden Land wie Deutschland), werden an dem Punkt ankommen, an dem sie „Freiheit“ brüllen werden.

Das Virus wird nach 14 Tagen nicht verschwunden sein. Auch nach 4 Wochen nicht. Auch nach Monaten nicht. Und nein – auch nach Jahren nicht. Ebensowenig wie die Viren anderer mehr oder weniger bekannter Krankheiten (sh. RKI).

Wie lange also sind freiheitsbeschränkende Maßnahmen legitim? Wie lange sind sie sinnvoll? Denn eines ist klar: Aufhalten wird man die angenommene Durchseuchung von 60 % bis 80 % nicht. Wohl auch mit einem Impfstoff nicht – und dessen Entwicklung kann derzeit keiner vorhersagen.

Bleibt gesund, bleibt aufmerksam – auf dass wir bald unsere volle Feiheit wieder genießen können.

Werdet auch IHR zum Koala-Helden!

Für seine Koala-Comeback-Kampagne hat Nikon-Ambassador David Yarrow Photography die Zerstörungen durch die verheerenden Buschfeuer in Australien fotografisch dokumentiert. Ihr könnt das starke Foto “Survivor” erwerben und damit die Kampagne unterstützen. Der Erlös geht an den Australia Wildfire Fund von WildArk und Earth Alliance für die Erholung der Natur in Australien.

Hier geht es zur Kampagne #KoalaComeback

Allenthalben hört man die Forderung: Kauft lokal ein! Ein Ansinnen, das ich an sich gerne unterstütze. Das aber all zu oft von lokalen Händlern selbst ad absurdum geführt wird. Einige Beispiele aus eigener Erfahrung:

Ich benötige eine XQD-Speicherkarte. Ich frage beim örtlichen Händler nach dem Preis. Statt einer Preisaukunft erfahre ich, dass diese nicht lieferbar sind und ich mindestens 8 Wochen warten müsse, wenn nicht länger. Okay. Online sind die Händler mit sofortiger Liefermöglichkeit nahezu unzählbar.

Ich frage nach einem Akku für meinen Fotoapparat. Es gibt ihn. Zu 159,00 EUR. Online kann ich ihn für 99,00 EUR erwerben.

Ich benötige ein Kabel zum Anschluss eines Bildschirms an die Grafikkarte per Display-Port. Fünf (!) lokale Händler haben keine Ahnung, was ein Display-Port sein soll. Ob ich HDMI oder VGA oder DVI meine…

Ich zeige gerne guten Willen. Ich kaufe gern lokal ein. Wenn man mir a) einen vernünftigen Preis anbietet, b) überhaupt Ware vorrätig hat und c) das oft als Kaufgrund genannte Fachwissen & Beratung tatsächlich auch bietet.

Ansonsten bleibt mir nur der Online-Handel mit seinen Vorteilen.

Liebe (Foto-)Freunde,

Euch allen und natürlich Euren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit, mit viel Zeit für Euch und Eure Lieben. Und ein neues Jahr voller Gesundheit und Freude.

 

Im Editorial des Fotomagazins „PhotoWeekly“ las ich kürzlich folgenden Absatz.

Unfassbar: In den letzten 12 Monaten sind ebenso viele Fotos entstanden wie in den Jahren und Jahrzehnten seit Erfindung der Fotografie im Jahre 1939 zusammengenommen. Und die Bildermenge nimmt weiter zu, kein Ende in Sicht. Da könnte man – nicht zu Unrecht – meinen, die ganze Welt sei abfotografiert, jedes Motiv irgendwo entdeckt und als Datensatz abgespeichert. Die Kamera hat ausgedient, ist eh zu schwer und steht halt im Schrank rum. Wirklich?

Ich sehe es entspannter:

In einer Zeit, in der eben diese „Zeit“ so kostbar geworden ist, ist auch die klassische Fotografie jenseits des Smartphones wieder kostbar geworden. Sie gibt uns die Chance zur Entschleunigung. Indem wir bewusst unser Motiv suchen. Unsere Perspektive verändern. Nicht an Ort und Stelle das Telefon heben, seelenlos auf den Aufnahmeknopf drücken. Im Gegenteil. Vielleicht lieber zu einer anderen (Jahres)Zeit widerkommen. Oder mit einem Stativ. Dann haben wir nicht nur ein Bild. Wir haben unser Bild. Und das wird so wie es ist niemals ein zweites Mal aufgenommen werden.

Und denkt nach Black Friday, Cyber Monday und anderen vorweihnachtlichen Konsumaktionen daran: Die beste Kamera ist Eure Kamera. Nicht das allerneueste Modell und auf keinen Fall nur noch ein spiegelloses Minikästchen, dass in meinen Augen ohnehin völlig zu Unrecht gepuscht wird. Hört nicht auf selbsternannte Foto-Gurus. Hört auf euer Herz. Und fotografiert das, wofür Euer Herz schlägt!

 

erstellen viele ihren ganz persönlichen Rückblick. Damit mag ich euch nicht auf den Nerv gehen. Aber irgendwie passend zu dieser Zeit des Jahres, in der man sich einerseits in ruhigen Minuten Gedanken über sich, seine Fotografie und die Welt macht und andrerseits stets von Konsumideen verführt wird, werde ich kurz meinen Senf rund um aktuelle Entwicklungen in der Fotografie zugeben…

Die spiegellose Systemkamera

Habt ihr schon alle eine spiegellose Systemkamera? Idealerweise eine von Sony? Nein? Schwach. Dann seid ihr nicht hip, ihr Amateure! Ernsthaft: Was soll das? Warum sollte die Spiegelreflexkamera tot sein? Nur weil in den letzten Jahren die Fotografie (nachdem sie vorher quasi in der Versenkung verschwunden war) einen riesigen Boom erlebt hat und jeder ein “Fotograf” oder doch zumindest “XYZ Photography” (jaja, ich auch…) ist? Und weil diese große Masse natürlich irgendwann keinen Bock mehr hatte, mit dem (auch bei langen Brennweiten) gut ausbalancierten Body, der zahlreiche Einstellmöglichkeiten über Knöpfe bot und unheimlich robust war, rumzulaufen. Denn der bringt naturgemäß ein gewisses Format und Gewicht mit sich. In erster Linie sind die Spiegellosen also eine Modeerscheinung für die Masse. Noch. Freilich wird spiegellos irgendwann die DSLR ablösen. Aber das ist ein längerer Prozess. Zahlreiche Berufsfotografen (hier: Reportage, Sport & Tier) werden sicher auch dann wieder auf einen größeren Body mit o. g. Vorteilen setzen.

Und Sony ist dabei sicher auch nicht das Maß aller Dinge – allenfalls in Sachen geschicktes Marketing vielleicht. So mancher Händler tut sein übriges (mit Hilfe von Sony??) dazu und pusht bei jeder Gelegenheit Angebote von Sony. Komischerweise liest man dahingehend von den anderen Herstellern, die mittlerweile tolle Systemkameras im Angebot haben, deutlich weniger. Also liebe Freunde: Bleibt ruhig. Und macht mit Euren vorhandenen Kameras weiter geile Fotos. Ich schwöre euch: Mit der neuen Kamera werden die nicht automatisch besser…

Unverzichtbares Equipment

Hängt die spezielle Fotografenjacke schon im Schrank? Ja? In gelb oder rot? Oder wartet ihr, bis eine noch grellere Farbe kommt? Junge, Junge. Zitat eines Anbieters von Fotoworkshops nach einem Workshoptag am Pragser Wildsee: “… viele rücksichtslose Idioten in gelben Jacken…” – Hallo? Nicht so vorlaut, womöglich sind das alles Profis in standesgemäßer Gewandung. Ehrenrettung zum Schluss: Mittlerweile gibt es auch gedecktere Farben des Modells.

Wenn nicht die Jacke, dann aber doch hoffentlich der weltbeste Fotorucksack. Ich zitiere erneut: “Forget carrying a camera bag and a separate suitcase for your luggage.” – Oha! Für meine im Englischen nicht ganz so beschlagenen Freunde: “Vergiss endlich, eine Kameratasche und einen zusätzlichen Koffer für Dein Gepäck zu schleppen”. Ich bin heilfroh, ein Fan der Harry-Potter-Reihe zu sein. Denn so erkannte ich sofort, dass es sich hier nur um einen unaufspürbaren Ausdehnungszauber a la Hermine Granger handeln kann. Denn wie sonst sollte folgendes Szenario klappen: Ich fahre im Herbst für 11 Tage in die Berge. Diverse Outdoorkleidung incl. Jacken und feste Wanderschuhe, Kleidung und Schuhe für das abendliche Ausgehen. Hygieneartikel. Für die Steinböcke und Gemsen das 600 mm f/4, ein dafür geeignetes Stativ, weitere Brennweiten darunter. Zwei Bodies. Kleinkram.

Seid mir also bitte nicht böse, wenn ich mir bei solchen Angeboten verhohnepiepelt vorkomme. Und nein: Auch der Umstieg auf ein spiegelloses System würde mich von dem Drama nicht erlösen.

Der Guru

Schon viele, die Gott gesucht haben, fanden stattdessen einen Guru. Meistens einen (selbst) dazu hochstilisierten. Um irgendwann zu merken, dass sie kräftig auf die Schnauze gefallen sind. Solche Gurus werdet ihr auch rund um die Fotografie finden. Die euch erzählen, dass sie das Maß der Dinge sind. Nur ihre Methoden sind die heilbringenden. Nur das, was sie ablichten, solltet auch ihr ablichten. Nur mit dem von ihnen genutzte Equipment werdet ihr tolle Bilder machen. Nur sie haben die Ideen, mit denen euch Bilder mit dem Wow-Effekt gelingen. Bullshit. Hört auf Euch selbst. Vertraut euch. Und holt euch Rat von tollen Fotografen, die keinen Kult um sich selbst machen. Einige davon findet ihr in meinen Links.

Am Rande: So mancher Guru schlägt mittlerweile viel ruhigere Töne an…

Respekt

Echt jetzt? Bis hier gelesen? Respekt. Dann fasse ich zusammen: Fotografieren soll Spaß machen. Und das macht es auch. Verdammt viel Spaß sogar. Dazu braucht es viel weniger, als man gemeinhin annimmt – oder wie es einem aufgeschwatzt wird. Für manche Bereiche ist natürlich eine etwas spezielle Ausrüstung sinnvoll oder gar notwendig. Aber dann hat man sich ja auch schon auf seinen ganz persönlichen heißgeliebten Bereich in der Fotografie eingeschossen. Freilich werdet ihr Lehrgeld bezahlen. So wie ich auch. Aber das gehört dazu. Nur so sammelt ihr Erfahrung und baut Euer Können immer weiter aus. Bis hin zum Profi. Von dem Prädikat “Profi” bin ICH Lichtjahre entfernt. Gottseidank.

Ihr habt Fragen? Nutzt gerne das Kontaktformular (auf der linken Bildschirmseite). Meine Antwort wird meine Erfahrung wiederspiegeln und Dir lediglich ein Impuls sein, wie Du es dann selbst auf Deine Weise umsetzt.

Ein toller Landschaftspark mit herrlichem Tierbestand. Mein liebstes Fotorevier. Der Wildpark Schloss Tambach. Unzählige schöne Stunden habe ich dort verbracht. Und dabei einige Bilder geschossen.

Heuer habe ich aus einer spontanen Idee heraus eine winzige Kalender-Auflage gebastelt und dem Park zur Verfügung gestellt. Die kleinen Kalender, die Dank Ihres Formats DIN A5 quer nahezu überall einen Platz finden, können für gerade Mal 6,00 EUR pro Stück im Park erworben werden. Auch ein tolles Weihnachtsgeschenk – am allerschönsten natürlich zusammen mit einer Jahreskarte!

Fotografiert man leidenschaftlich gerne, könnte man der Versuchung erliegen, sich mit der Fotografie (nebenberuflich) selbstständig zu machen. Unsere etwas mehr als 3 Jahre Nebengewerbe waren ernüchternd. Umso froher sind wir, endlich wieder zu unseren Wurzeln zurückgekehrt zu sein. Wir lichten das ab, wozu wir im hier und jetzt Lust haben. Und das sind in erster Linie Tiere und Natur.

Die Webseite ist ein wenig umgestaltet und wird ausgenommen hier im Blog (hoffe ich…) keine großen Veränderungen erfahren. Aktuelle Bilder gibt es immer auf Flickr, die Verlinkungen sind u. a. direkt auf der Startseite zu finden.

Ihnen gefällt eines unserer Bilder? Kein Problem, Nachricht an uns und wir bekommen das hin.

Viel Freude auf unseren Seiten!