Liebe (Foto-)Freunde,

Euch allen und natürlich Euren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit, mit viel Zeit für Euch und Eure Lieben. Und ein neues Jahr voller Gesundheit und Freude.

 

Im Editorial des Fotomagazins „PhotoWeekly“ las ich kürzlich folgenden Absatz.

Unfassbar: In den letzten 12 Monaten sind ebenso viele Fotos entstanden wie in den Jahren und Jahrzehnten seit Erfindung der Fotografie im Jahre 1939 zusammengenommen. Und die Bildermenge nimmt weiter zu, kein Ende in Sicht. Da könnte man – nicht zu Unrecht – meinen, die ganze Welt sei abfotografiert, jedes Motiv irgendwo entdeckt und als Datensatz abgespeichert. Die Kamera hat ausgedient, ist eh zu schwer und steht halt im Schrank rum. Wirklich?

Ich sehe es entspannter:

In einer Zeit, in der eben diese „Zeit“ so kostbar geworden ist, ist auch die klassische Fotografie jenseits des Smartphones wieder kostbar geworden. Sie gibt uns die Chance zur Entschleunigung. Indem wir bewusst unser Motiv suchen. Unsere Perspektive verändern. Nicht an Ort und Stelle das Telefon heben, seelenlos auf den Aufnahmeknopf drücken. Im Gegenteil. Vielleicht lieber zu einer anderen (Jahres)Zeit widerkommen. Oder mit einem Stativ. Dann haben wir nicht nur ein Bild. Wir haben unser Bild. Und das wird so wie es ist niemals ein zweites Mal aufgenommen werden.

Und denkt nach Black Friday, Cyber Monday und anderen vorweihnachtlichen Konsumaktionen daran: Die beste Kamera ist Eure Kamera. Nicht das allerneueste Modell und auf keinen Fall nur noch ein spiegelloses Minikästchen, dass in meinen Augen ohnehin völlig zu Unrecht gepuscht wird. Hört nicht auf selbsternannte Foto-Gurus. Hört auf euer Herz. Und fotografiert das, wofür Euer Herz schlägt!