Nicht nur Alice, auch mein Freund Jürgen und ich waren im Wunderland. Im Fränkischen Wunderland, einem seit Jahren stillgelegten Freizeitpark. Die Natur hat (sicher im Zusammenspiel mit einigen Menschen) über die Jahre einen interessanten Lost Place daraus geformt. Über die Kansas City Management GmbH von Birgit Hübner sind Fototouren in der einzigartigen Kulisse möglich.

Was uns erwartet, wussten wir nicht. Also sind wir völlig unvoreingenommen um 9 Uhr eingelassen worden. Die Begrüßung war ausgesprochen herzlich: Pferd, Ziege und Chefin persönlich haben uns in Empfang genommen. Los ging es in der Geisterstadt. Verfall an allen Orten. Offenbar aber auch Vandalismus (und Diebstahl) durch Besucher. Schade. Die Geisterstadt ist fotografisch etwas für a) Stativliebhaber oder b) High-ISO-Fetischisten. Ausdrücklicher Dank an Nikon für deren Kameras (nein: Foto-Maschinen!). ISO 10.000? Gääähn…

Im weiteren Verlauf gibt es noch endlos mehr: Saloon 1 & 2, Postoffice, Sheriff, Kirche, Indianerdorf usw. Ob drin oder draußen: Motive lauern an jeder Ecke. Ich bin mir sicher: Bei einem zweiten Besuch gäbe es wieder anderes zu entdecken. Abgerundet durch die Dinosaurier und den Märchenwald waren 6 Stunden wie im Flug vergangen.

Kritik? Ein bisschen: Das ein oder andere (sachfremde) Gerümpel ordentlich wegräumen bzw. entsorgen und manches einfach nur etwas strukturierter hinterlassen kostet wenig bis nichts und trägt im Endeffekt auch zum Erhalt bei. Insgesamt hat es uns aber sehr gut gefallen und wir fanden den Preis für die Möglichkeiten durchaus fair.

Eine Auswahl aus meinen entstandenen Bildern gibt es wie immer auf Flickr, dies ist der direkte Link.