Neben den etablierten Objektiv-Herstellern drängen verstärkt neue Anbieter auf den Markt. Auch in Europa. Dabei werden durchaus auch Nischen bedient, die von den klassischen Herstellern nicht gefüllt werden. Dazu gehört sicherlich auch das Laowa 25 mm Super Macro 2,5 – 5x f 2.8. Die Linse wird manuell scharf gestellt und auch die Blende wird manuell gewählt. Die Möglichkeiten und der faire Preis haben mich gereizt und schließlich habe ich zugeschlagen.

Die Optik kommt sehr gut und wertig verpackt an. Übrigens auch unheimlich schnell durch den Brenner Fotoversand. Das auspacken bestätigt die wertige Verpackung: Die ganze Linse macht einen hochwertigen Eindruck. Das Metallgehäuse beeindruckt, die Haptik ist tadellos. Selbst die Frontabdeckung ist aus Metall. Die Bedienelemente lassen sich hervorragend einstellen.

Für mich war es das erste Mal, bei dem ich mich mit dem Fokus-Stacking beschäftigen musste. Selbstverständlich ist bei so einer exotischen Linse der Schärfebereich minimal und ohne Fokus-Stacking lassen sich nur begrenzt ansprechende Bilder erstellen. Um nicht von Anfang an Geld für Spezialsoftware auszugeben, nutzte ich das ohenhin vorhandene Affinity Photo zum Stacking. Und das funktionierte ganz ausgezeichnet.

Die Kamera positionierte ich auf einem kleinen Stativ mit einem Novoflex-Einstellschlitten, mein Objekt (Todfund einer Spinne) gegenüber auf einem Ministativ. Die Ausleuchtung kam von einer kleinen Schreibtischlampe. Mir ging es dabei ausschließlich um eine erste Annäherung an das Thema ohne große Qualitätsansprüche. Selbstverständlich ist das Ergebnis noch äußerst ausbaufähig, aber ich nehme für mich persönlich bereits einige Erkenntnisse mit: Ich brauche nächstes Mal mehr Zeit, mehr Licht, mehr Einzelaufnahmen und noch weniger Erschütterungen. Und: Es hat Spaß gemacht. Freilich werde ich mich künftig nicht auf diese Art der Fotografie verlegen – aber es wird eine spannende Ergänzung.